Deutsche Friedensgesellschaft
Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen DFG-VK

Landesverband Bayern


Leserbrief zu Ihren Berichten „Ernsthafte Terror-Bedrohung“ auf Seite 6 und „Steinmeier will mehr Soldaten für Afghanistan“ auf Seite 7 in der Augsburger Allgemeinen vom 07.08.2007

Deutlicher könnte die Berichterstattung nicht sein. Bayerns Innenminister Beckstein erklärt, dass Deutschland wegen seines Engagements in Afghanistan und für den Irak ernsthaft von islamistischen Terroristen bedroht ist. Diese würden Deutschland mit Großbritannien und USA auf eine Stufe stellen. Auf der diesem Bericht gegenüberliegenden Seite wird Außenminister Steinmeier zitiert, der mehr Bundeswehr-Soldaten nach Afghanistan schicken und die Rüstungsexporte in diesen Krisenherd ausweiten möchte. Eindrucksvoller kann meines Erachtens nicht dargestellt werden, dass die Afghanistan-Politik der Bundesregierung mit zur Gefährdung der Bundesbürger beiträgt. Die zunehmende Gewalt in Afghanistan ist der Beweis dafür, dass jede Gewaltanwendungen weitere Aggressionen erzeugt und Frieden nicht militärisch erzwungen werden kann. Nur ein Bruchteil der Kosten, die für den Bundeswehreinsatz dort ausgegeben werden, in den zivilen Aufbau investiert, würde dem Frieden in Afghanistan mehr dienen und die Bundesbürger vor terroristischen Anschlägen bewahren.

Klaus S.

Abgedruckt in der Augsburger Allgemeinen vom 09.08.2007

Ernsthafte Bedrohung

Zu den Artikeln „Ernsthafte Terror-Bedrohung“ und „Steinmeier will mehr Soldaten für Afghanistan“:

Deutlicher könnte die Berichterstattung nicht sein. Bayerns Innenminister Beckstein erklärt, dass Deutschland wegen seines Engagements in Afghanistan ernsthaft von islamistischen Terroristen bedroht ist. Im nächsten Bericht wird Außenminister Steinmeier zitiert, der mehr Bundeswehr-Soldaten nach Afghanistan schicken möchte. Eindrucksvoller kann nicht dargestellt werden, dass die Afghanistan-Politik der Bundesregierung mit zur Gefährdung der Bundesbürger beiträgt. Jede Gewaltanwendung erzeugt weitere Aggressionen. Frieden kann nicht militärisch erzwungen werden.  

Klaus S.