Eine „Internationale Sicherheitskonferenz“, die diesen Namen verdient, muss nach unserer Ansicht militärisches Sicherheitsdenken überwinden und auf gemeinsame Sicherheit durch Interessensausgleich und Kooperation setzen. Für den Paradigmenwechsel ist eine grundlegende Umschichtung von den hohen Militärausgaben zur Finanzierung von ziviler Konflikt- und Krisenbewältigung nötig. An die Stelle des Strebens nach Überlegenheit und Gewinnmaximierung müsste eine neue Denkweise treten: Orientierung an globaler Gerechtigkeit, am Gemeinwohl für alle Menschen und an Nachhaltigkeit in der Wirtschaft und im Umgang mit den Ressourcen. Über Uns – Münchner Friedenskonferenz
Das Konzept der Tagung. https://friedenskonferenz.info/wp-content/uploads/2025/12/20251204-konzept-2026.pdf
„Gegen den Strom der Gewalt“ 13.-15. Februar 2026
Die 24. Internationale Münchner Friedenskonferenz 2026 betont die Gestaltungskraft der Zivilgesellschaft. Angesichts einer weltweiten politischen Realität, in der staatliches Handeln oft von Machtpolitik, militärischer Logik und der Durchsetzung nationaler Interessen geprägt ist, werden zentrale Aufgaben wie Friedenssicherung, Gewaltprävention und Schutz der Bevölkerung vielfach vernachlässigt.
Gerade hier zeigt sich die Bedeutung der Zivilgesellschaft: Wenn politische und militärische Entscheidungsträger ihrer Verantwortung nicht ausreichend nachkommen, übernehmen zivilgesellschaftliche Akteure die Aufgabe, Alternativen sichtbar zu machen, Verantwortung zu teilen und Perspektiven von Gerechtigkeit, Dialog und Diplomatie einzubringen.
Mit dem Leitmotiv „Gegen den Strom der Gewalt“ stellt die Konferenz heraus, dass Frieden nicht das Ergebnis militärischer Machtpolitik ist, sondern Aufgabe des Rechtsstaats und Verantwortung der Gesellschaft, getragen von Menschen, Bewegungen und Initiativen.
Die Internationale Münchner Friedenskonferenz 2026 stellt den Mut ins Zentrum, Krieg und Gewalt zu widersprechen. Am Freitagabend widmen wir uns der Kriegsdienstverweigerung als Ausdruck individuellen und kollektiven Widerstands gegen staatliche Gewalt und militärische Logik mit Simon David Dressler, Kriegsdienstverweiger:innen aus Israel, Russland und der Ukraine und Organisationen der Kriegsdienstverweigerung.
Der Samstagabend „Zeit zu reden“ mit Kristin Helberg fragt nach der Rolle von Sanktionen und Boykotten, zwischen Machtpolitik, Zivilgesellschaft und moralischer Verantwortung. Die Gesprächsreihe „Zeit zu reden“ soll Menschen wieder zusammenbringen, die sich voneinander entfremdet haben. Sie wird federführend organisiert von Kristin Helberg, Autorin und Journalistin, Ido Arad, israelischer Dirigent und Haig Ghokassian, armenisch-libanesischer Chemiker und wird seit September 2024 erfolgreich in Berlin durchgeführt.
Am Sonntagmorgen liest Fabian Scheidler aus seinem Buch „Friedenstüchtig“.
Scheidler argumentiert explizit für einen Perspektivwechsel, weg von Gewaltlogik und hin zu einem zivilgesellschaftlich getragenen Friedensverständnis. Mit „Friedenstüchtig“ als Lesung setzen wir ein Signal gegen die Vereinnahmung des Friedensbegriffs durch militärische Logik.
Workshops, eine Ausstellung und Musik schaffen Raum für Reflexion, Austausch und kulturelle Ausdrucksformen.
Veranstaltungsort für das gesamte Konferenzwochenende:
Salesianum, St. Wolfgangs-Platz 11, 81669 München
Das Salesianum (St. Wolfgangsplatz 11, 81669 München) ist leider nicht barrierefrei. Wir möchten dennoch möglichst allen Menschen die Teilnahme ermöglichen und bieten bei Bedarf Unterstützung an, etwa durch Begleitpersonen, die beim Überwinden von Treppen helfen. Bite teilen Sie uns
frühzeitig Ihren Unterstützungsbedarf mit, damit wir alles gut vorbereiten können.
13. – 15. 02: Programm „Gegen den Strom der Gewalt“
Freitag, 13. Februar 2026 | 19 – 22 Uhr
„I Refuse!“ – Weltweiter Widerstand gegen den Krieg
(Präsenz und Live-Stream) (Simultanübersetzung englisch-deutsch)
Simon David Dressler
Sofia Orr
Timofy Vaskin
Yan Kormilitsyn
Franz Nadler
Katharina Rottmayr-Czerny
Kerem Schamberger
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Samstag, 14. Februar 2026 | 19 – 22 Uhr
Zeit zu reden
Sanktionen und Boykotte als Mittel von Politik und Zivilgesellschaft
(Präsenz und Live-Stream)
Deborah Feldman
Dr. Shir Hever
Khaled El Mahmoud
Prof. Dr. Isabel Feichtner
Kristin Helberg
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Samstag, 14. Februar 2026 | 10 – 12 Uhr
Workshops
(nur in Präsenz)
Workshop 1 – Planspiel: Rüstungsexporte
Workshop 2 – Exploratives Spiel
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Sonntag, 15. Februar 2025 | 11 – 13 Uhr
Buchlesung mit Fabian Scheidler
(in Präsenz)
„Friedenstüchtig“
Wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen
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Sonntag, 15. Februar 2025 | 18 Uhr
Friedensgebet der Religionen
(in Präsenz)
Jüdinnen und Juden, Christinnen und Christen, Muslima und Muslime, Bahá’i, Buddhistinnen und Buddhisten beten für den Frieden
Acht zivilgesellschaftliche Organisationen aus München haben sich im Trägerkreis der Friedenskonferenz zusammengeschlossen und organisieren unter der Leitung von Maria R. Feckl überwiegend ehrenamtlich die Internationale Münchner Friedenskonferenz. Wer steht hinter der Internationalen Münchner Friedenskonferenz? – Münchner Friedenskonferenz
https://friedenskonferenz.info/wp-content/uploads/2025/12/20251205-programm-2026.pdf
Spenden – Münchner Friedenskonferenz – Wir freuen uns auf Spenden
Anti-Siko-Demo – Aufruf des Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz 2026 zur Demonstration und Protestkette am 14. Februar 2026 in München – Stoppen wir den Rüstungswahnsinn!
https://sicherheitskonferenz.de/Siko2026/Aufruf-SiKo-Proteste-2026.pdf
- Sa, 14.02.’26 gegen den Rüstungswahnsinn
- 13:00 Uhr Auftaktkundgebungam Stachus
- 14:00 Uhr DEMONSTRATION &P ROTESTKETTE
- 15:00 Uhr Schlusskundgebung Marienplatz
Details zum Programmablauf entnehmen Sie bitte der Website: www.sicherheitskonferenz.de


